Willkommen           



 

Liebe Besucher und Freunde,

 

wir sind zutiefst dankbar dafür, dass Sie unsere Seite besuchen. Wir hoffen wirklich, dass Sie nicht von ihrer Entdeckung enttäuscht werden und hier die Informationen finden, die Sie suchen. Vielleicht hinterlassen Sie auch einen Kommentar in unserem Blog („Die befreite Sprache“)? Vielleicht sprechen Sie mit Ihrem Umfeld über uns, sodass noch mehr Menschen von unseren Aktivitäten erfahren? Vielleicht sind Sie sogar ein Freund oder Verwandter von einem der Opfer, die auf dieser Seite eine Aussage gemacht haben, ein Verwandter oder ein Freund eines der Gründer von „ La Parole Libérée “? Vielleicht greifen Sie zum Handy und schicken eine SMS oder eine E-Mail, um ihm zu seinem Mut und dem Kampf, den er aufgenommen hat, zu gratulieren? Und für all das wird er dankbar sein, und darüber hinaus werden die Gründer und Mitglieder es sehr zu schätzen wissen. Und doch möchten wir Sie schon im Voraus um Entschuldigung für unsere Offenheit bitten, wenn wir sagen: Das ist nicht genug... Einen Verein wie „ La Parole Libérée “ zu gründen und am Laufen zu halten, passiert nicht von allein. Zunächst braucht es eine gehörige Portion Mut und Willenskraft, aber auch Unbewusstheit, den Sprung zu wagen und sich zu trauen, sich vor aller Augen zu exponieren. Und damit auch seine Eltern, Brüder, Schwestern, Ehefrauen und Kinder zu exponieren. Außerdem braucht es Zeit und Energie. Wir müssen das Interesse der Medien an unserem Verein wecken und dann deren Anforderungen erfüllen, Justiz- und Kirchenbehörden kontaktieren und unermüdlich nach neuen Zeugenaussagen suchen, nach neuen Verbindungen zu Informationsquellen, Artikel schreiben, Informationen weiterleiten, die Seite „füttern“, Versendungen vorbereiten, E-Mails schicken, belastendes Material ordnen, Meetings, Telefongespräche, Austausch... Und dennoch unsere „normalen“ Aktivitäten, sowohl beruflich als auch in der Familie, aufrechterhalten. Wir dürfen unser Ziel nicht aus den Augen verlieren, müssen durchhalten, gerade genug kommunizieren, dürfen uns nie entmutigen lassen, nie aufgeben und müssen voll fokussiert bleiben... Ja: Jede Menge Zeit und Energie, viel mehr, als irgendwer von sich selbst erwarten würde, sind erforderlich. Verstehen Sie uns bitte nicht falsch: Suchen Sie zwischen diesen Zeilen nicht nach Klagen, wir wollen weder Mitleid noch wässrige Augen, obwohl die Aussagen ehemaliger Pfadfinder, die erleben mussten, wie ein Teil ihres Lebens durch das „ungebührliche Verhalten“ eines Pfarrers mehr oder weniger „untergraben“ wurde, manchmal tiefgreifend erschüttern können, egal ob man die betroffene Person persönlich kennt oder nicht... Einige haben ihre schmerzvollen Erinnerungen so tief vergraben, dass sie riesiges Leid durchmachen, wenn die Zeit kommt, sie wiederaufleben zu lassen, sie zu „enthüllen“. Dann durchleben wir „eigenartige“ Momente. Auch Krisen und Spannungen. Denn ein Verein lebt, wie ein Körper. Er ist eine Kombination aus Persönlichkeiten, jede anders, aber versammelt um eine gemeinsame Achse und angetrieben von einer wilden Entschlossenheit, die der Verein kanalisiert, fokussiert.

 

Beseelt von dem gemeinsamen, tief verwurzelten Gefühl, dass ihr Handeln gerecht ist und, gewagt formuliert, edel. Denn die Hosts von „ La Parole Libérée “ wissen, dass ihr Handeln abgesehen davon, dass es ihnen helfen wird, sich von ihrer jeweiligen Last zu befreien, nicht dazu dienen wird, Gerechtigkeit oder Wiedergutmachung zu erlangen, außer auf einer moralischen Ebene. Nein... Diesen schwierigen Kampf haben sie für die Generation ihrer Kinder und die nachfolgenden aufgenommen. Damit vergangene Taten anerkannt werden, natürlich, aber vor allem, damit es nie wieder zu solchen Taten kommt. Damit sie ein Ende haben und die Täter, wer immer sie sind, die ihren Taten angemessene Strafe erhalten. Lassen Sie uns nicht die Hierarchien all dieser Diener Gottes und all jene vergessen, die durch „Denken, Tun oder Unterlassen“ dazu beigetragen haben, diese Täter zu schützen und vor ihrem verdienten Sturz zu bewahren. Dabei ist all dies in keiner Weise durch irgendwelche Rachegelüste oder Hass motiviert. Wozu all diese Erklärungen, werden Sie fragen. Einfach um Ihnen zu sagen, dass wir Unterstützung brauchen, in jeder erdenklichen Form, aber noch mehr, dass wir Sie an unserer Seite brauchen, indem Sie Mitglied von „ La Parole Libérée “ werden. Denn jedes neue Mitglied ist für uns eine zusätzliche Säule, die uns davor bewahrt zu wackeln. Ein Wille, der die unseren ergänzt, der sie verstärkt, erweitert und, ja… ihnen zusätzliche Eigenständigkeit verleiht. Weil wir sicherer werden, wenn wir Sie von der Richtigkeit unseres Handelns überzeugen.

 

Jedes neue Mitglied bestätigt unsere anfängliche Entscheidung, zur Befreiung des Wortes beizutragen und gleichzeitig ein Resonanzboden, ein Verstärker für diejenigen Stimmen zu sein, die sich selbst während all dieser Jahre so schüchtern und diskret verhalten haben. Stimmen von Kindern... Jedes neue Mitglied ist eine neue helfende Hand für Opfer, die immer noch nicht gewagt haben zu sprechen. Also: WERDEN SIE MITGLIED! Nur schwer lässt sich das ohne die Angst aussprechen, wie ein „Staubsaugervertreter“ zu klingen, aber es ist die Sprache der Wahrheit. Sich uns anzuschließen, wird Sie nur 10 Euro kosten. Aber über diesen Betrag hinaus zählen wir auf SIE. Je mehr wir sind, umso größer wird unser Einfluss. Umso mehr werden wir ernstgenommen. Umso wahrscheinlicher wird es, dass unser Wort gehört wird. Schon als zehnköpfige Gruppe konnten wir die Aufmerksamkeit der nationalen Medien gewinnen. Stellen Sie sich vor, worauf wir heute hoffen können, da sich fast 150 Personen rund um denselben Wunsch gesammelt haben, und noch mehr morgen, wenn auch Sie zu uns gehören? Wir möchten Sie einfach nur darum bitten, über all das nachzudenken, während Sie die Seiten dieser Website lesen.

 

JA WIR BRAUCHEN SIE.

 

WIR ZÄHLEN AUF SIE..

 

 

Brief vom Vater Preynat an den Vater des Opfers B.


Am 24. September 1998

Herr B

 

Beiliegend finden Sie einen Scheck der die Summe der Ausgaben, die Sie mich

auf durchaus verständliche Weise gebeten haben zu übernehmen, beinhaltet. Ich

verstehe den Schaden den ich bei V und seiner Familie angerichtet habe, ohne es

wirklich gewollt zu haben, über dessen Ernsthaftigkeit ich mir jetzt aber im

Klaren bin.

Bei meinem Treffen mit ihm war ich aufrichtig und ehrlich, ohne versucht zu

haben meine Verantwortung zu mindern oder ihr zu entkommen.

Die ermutigende Worte für die Zukunft, die er am Ende des Austausches an

mich gerichtet hatte und sein abschließender Händedruck sind für mich eine

neue Kraft in dieser Phase meines Lebens, die vor 8 Jahren begann und sich

komplett von meinem Umherirren in der Vergangenheit distanziert.

Ich weiß, dass man den angerichteten Schaden nicht beheben kann, dass die

Wunden vorhanden sind und es quält mich dies zu wissen. Ich wollte doch etwas

Schönes aus meinem Leben machen. Deshalb bin ich Ihnen sehr dankbar für die

Freundlichkeit die Sie mir entgegengebracht haben, im Gegensatz zu anderen

und sehr unterschiedlichen Reaktionen, die ich mir natürlich nicht erlauben kann

zu beurteilen, aber die mir sehr wehgetan haben, weil sie den Versuch aus den

Fehlern der Vergangenheit zu lernen und sich wieder aufzurichten nicht

akzeptieren oder glauben wollen.

Zu der Zeit habe ich nicht realisiert was ich tat und auch nicht die Tragweite

meiner schuldig Taten.

Ich habe das in mich gesetzte Vertrauen nicht verdient.

Die Worte wurden vielleicht schon zu oft benutzt aber ich kann keine bessere

finden um Ihnen zu sagen, dass es mir Leid tut und dass ich Sie aufrichtig um

Vergebung bitte.

Ich hätte dies gerne persönlich bei unserem Treffen, das für Juni eingeplant war,

getan.

 

Nach dem Treffen mit V sprach ich mit Herrn V über meine Absicht weiteren

Kontakt zu seiner Familie zu suchen und er hat mich ermutigt dies zu tun.

Dies ist der Grund weshalb ich nicht wirklich gezögert habe Ihnen diesen Brief

zu schreiben, obwohl meine Situation Ihnen gegenüber eher heikel ist. Falls ich

in meinem Brief ungeschickt oder beleidigend Ihnen gegenüber gewesen sein

soll dann bitte ich sie hierfür um Ihr Verständnis.

 

Mit freundlichen Grüßen.